Laetare
Die Nacht ist tief…
Die Schatten schwer…
Ein endloser Pfad durch Sand und Stein.
Fasten, fallen, flüstern, flehen –
Doch ein Echo ruft…
Freue dich, Jerusalem!
Ein Funke im Sturm, ein Licht im Leid.
Freue dich, Jerusalem!
Hoffnung schreit aus Aschezeit!
Ich habe Hunger, ich habe Durst,
Die Wüste schreit, der Himmel schweigt!
Ich habe Hunger, ich habe Durst,
Doch Brot und Leben steigen auf!
Laetare – ein goldner Schimmer
Bricht durch Wolken, bricht durch Zeit.
Laetare – ein Weg beginnt,
Doch Schmerz und Blut sind noch nicht vorbei…
Noch sind Nägel nicht geschmiedet,
Noch ist das Grab nicht leer.
Doch in der Ferne brennt ein Feuer,
Das kein Tod zerstören kann!
Laetare – die Nacht vergeht!
Laetare – das Licht erhebt sich!