Album Cover
Initium
Hört… Aus Schatten geboren, ein Flüstern im Sturm. Die Asche der Zeit fällt auf blasse Stirnen, Zeichen des Anfangs, ein Ruf aus der Tiefe. Die Erde bebt unter zögernden Schritten, und die Nacht weicht einem fernen Licht. Ein Weg aus Blut und Stille, durch Wüste und Dunkel, durch Schmerz und Glut, bis die Finsternis zerrissen wird. Hört den Ruf des Laetare – ein leiser Funke in dunkler Zeit. Hört das Misereor – ein Schrei der Welt nach Erbarmen. Hört die Stimmen, die Palmzweige tragen, den Verrat im Flüstern der Nacht. Das Brot wird gebrochen, der Kelch wird gehoben. Silberne Ketten klirren in der Dunkelheit, die Dornen krallen sich in heiliges Fleisch. Und Stille… tiefer als der Abgrund selbst. Doch in der tiefsten Nacht bricht das Siegel. Ein Stein rollt, Licht flammt auf – der Tod ist gefallen, das Grab zerborsten. Ostermorgen steigt aus kalter Asche, und Himmel durchbricht die Ketten der Erde. So hört des Ostern Halleluja. Doch hört… Das Licht wächst, bricht aus dem Grab, streckt seine Hände nach den Stürmen der Welt. Der Himmel öffnet sich – nicht still, nicht sanft, sondern wie Feuer, wie donnerndes Brausen. Flammen tanzen auf Häuptern, ein Sturm reißt durch die Zeit. Kein Schweigen mehr, kein Zögern. Die Zungen der Glut singen ein neues Lied, und die Schatten erzittern vor dem Wort. Hört… Lux ex tenebris. Das Licht ist erwacht. Und der Sturm des Heiligen Geistes beginnt.